Die Diskussionen über Inhalt und Stand des Konzepts Industrie 4.0 reißen nicht ab. Im Vordergrund stehen dabei immer wieder Grundsatzfragen. Ein Beispiel hierfür wäre der „Klassiker“, ob die ERP- oder die MES-Lösung in Zukunft das führende System sein wird. Im Grunde ist diese Frage unsinnig, denn die „Sicht“ eines MES auf die Prozesse innerhalb und außerhalb eines Unternehmens ist naturgemäß eingeschränkter. Viel wichtiger ist hingegen die konkrete Umsetzung des Zusammenspiels beider Bereiche und Ebenen. Leider gibt es in der Produktion noch immer wenige Praxisbeispiele für Industrie 4.0.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Geschäftsmodell digitalisieren.

ERP oder MES – das ist nicht die Frage

MES wird ERP nicht verdrängen. Denn das MES ist insbesondere auf alle notwendigen Liefer- und Prozessketten und deren Daten über alle Werke und eventuell sogar Unternehmensgrenzen hinweg angewiesen. Erst mit den von dieser Ebene übermittelten Produktionsdaten kann sich das MES der Steuerung einzelner Produktionslinien widmen. Freilich gewinnt diese Ausführungsebene im Rahmen von Industrie 4.0 einen höheren Autonomiegrad. Dieser bezieht sich jedoch nur auf die Produktion selbst, nicht deren Planung, sondern Ausführung, Manufacturing EXECUTION eben. Planung und Rahmen, innerhalb dessen die Fertigung dann abläuft, werden weiterhin vom führenden ERP-System vorgegeben, wenngleich die Rückmeldungen aus der Produktion durchaus flexibler auf die weitere Planung Einfluss nehmen werden als bislang.

Wegweisende Studie zeigt Leuchtturmprojekte

Das Nutzenpotenzial, das in dieser Kombination von ERP und MES steckt, hat sich in der Praxis bereits erfolgreich bewährt. So hat z.B. der Einsatz von APplus MES Eingang in eine wegweisende Studie gefunden, die Leuchtturmprojekte zu Industrie 4.0 vorstellt. Die Studie hat den Titel „Cyber Physical Systems in der Produktionspraxis“ und stammt von der Innovationsplattform CPS.HUB NRW, einer Initiative des Clusters Informations- und Kommunikationstechnologie des Landes Nordrhein-Westfalen. Speziell mittelständische Fertigungsunternehmen sollen durch die Studie von den Projekten anderer lernen, um den einen oder anderen Ansatz auch bei sich umzusetzen oder Ideen für Realisierungsmöglichkeiten im eigenen Haus zu entwickeln. Eines der vorgestellten Leuchtturmprojekte ist der Einsatz von APplus MES bei GBNeuhaus.

Das Unternehmen veredelt unter anderem Brenner für Fahrzeugbeleuchtungen mit speziellen Nano-Beschichtungen, die durch eine mehrstufige Oberflächenbehandlung erzeugt werden. Um die wachsenden Anforderungen der Kunden hinsichtlich Qualität und Flexibilität zu erfüllen und gleichzeitig größere Stückzahlen produzieren zu können, hat sich GBNeuhaus für APplus MES entschieden. Wir haben die Details zu diesem Anwender hier veröffentlicht. Wichtiger noch sind aber die Ergebnisse:

  1. GBNeuhaus konnte die Fehlerquote und Doppelbearbeitung deutlich reduzieren.
  2. Die Rüst- und Stillstandszeiten wurden gesenkt.
  3. Durch diese Maßnahmen konnte das Fertigungsunternehmen die Stückzahlen um 80 Prozent steigern!

Live auf der Hannover Messe: Industrie 4.0

Heute öffnet die weltweit größte Industriemesse ihre Tore in Hannover. APplus ist selbstverständlich auch dabei mit einem eigenen Stand in Halle 17, B21. Zusammen mit unserem Partner N+P Informationssysteme zeigen wir live Szenarien für Industrie 4.0 in Produktion (auf Basis von APplus MES) und Service (mittels unserer brandneuen Predictive-Maintenance-Lösung SCS). Erleben Sie, welche Optimierungsmöglichkeiten es gibt, wenn Maschinen mit Menschen und ERP-Systemen sprechen – sowohl während der Herstellung als auch beim Kunden vor Ort.