Die Produktion als Funktionsbereich eines ERP-Systems

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Den Prozess der Herstellung, bei dem Rohstoffe und Materialien zu Wirtschaftsgütern verarbeitet werden, nennt man Produktion. Ein wichtiger Bestandteil ist die Produktionsplanung und -steuerung (PPS) im ERP. Daher hat sie Schnittstellen mit vielen anderen Unternehmensbereichen, wie beispielsweise dem Verkauf und der Beschaffung.

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Um die Produktion mit diesen Bereichen zu verknüpfen, ist es sinnvoll, sie in ein ERP-System zu integrieren. Die Softwarelösung sorgt dafür, dass die verschiedenen Prozesse auf einer einheitlichen Plattform abgebildet werden und im Gegensatz zu Insellösungen ineinandergreifen. Eine Redundanz durch Mehrfachspeicherung ist aufgrund der gemeinsamen Datenbasis ausgeschlossen. Dies ist im Bereich der Fertigung vor allem für die Erstellung von Stücklisten ein entscheidender Vorteil.

Verschiedene Arten von Produktionsprozessen

Es gibt verschiedene Produktionsarten. Bei der diskreten Fertigung werden Rohstoffe und/oder Zwischenprodukte zu neuen, abzählbaren Produkten weiterverarbeitet. Diesen Fertigungstyp findet man zum Beispiel bei Industrieunternehmen aus den Bereichen Anlagen- und Maschinenbau sowie Automotive. Die diskrete Fertigung kann unter anderem in folgende Kategorien unterteilt werden:

  • Einzelfertigung: Jedes hergestellte Produkt ist ein speziell angefertigtes, individuelles Unikat. Oft ist die Herstellung sehr komplex und muss lange und sorgfältig im Voraus geplant werden. Ein Beispiel hierfür ist der Schiffbau.
  • Produzione in serie: Hierzu zählen Unternehmen, die gleichartige Konsumgüter in einer bestimmten Anzahl herstellen. Sie sind in den meisten Fällen in eine größere Zuliefererkette eingebunden und müssen sich mit Lieferanten und anderen Betrieben abstimmen.
  • Variantenfertigung: In diese Kategorie fallen Unternehmen, die verschiedene Sorten gleichartiger Produkte fertigen, wie zum Beispiel Ventile. Dies erfordert einen hohen Planungsaufwand und eine gut kalkulierte Einschätzung der Nachfrage.

Die Anforderungen, die ein Unternehmen an ein ERP-System stellt, können sich je nach Branche und Produktionsart unterschieden.

Die Rolle von ERP-Systemen in der Produktion

Eine geeignete ERP-Lösung sollte optimal auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sein und alle unternehmenskritischen Prozesse ganzheitlich abbilden. Bei Produktionsunternehmen umfasst dies heutzutage nicht mehr nur die Planung und Steuerung der Fertigung, sondern auch alle Prozesse, die ihr vor- und nachgelagert sind, wie der Service, die Entwicklung oder die Buchhaltung.

Vor allem logistische Prozesse sind eng mit der Produktion verknüpft. Moderne ERP-Systeme decken die relevanten Funktionen auf einer einzigen Plattform ab und ermöglichen es, Prozesse durchgängig und funktionsübergreifend zu gestalten und auf diese Weise zu optimieren. Zum Bereich Produktion als Funktionsbereich eines ERP-Systems gehören zum Beispiel die Erstellung von Stücklisten und Arbeitsplänen, eine Betriebsmittelverwaltung und die Ressourcenplanung.

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