Bereit für die Zukunft? So entwickeln sich die ERP-Trends 2021!

06.01.2021 Lesezeit: 5 Min.
Bereit für die Zukunft? So entwickeln sich die ERP-Trends 2021!
Patrick Mathis
Patrick Mathis
Head of Sales Competence Team, Asseco Solutions AG
Patrick Mathis ist Leiter des Vertriebskompetenzteams und blickt auf 25 Jahre ERP-Erfahrung zurück.
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2020 war ein wirtschaftliches Krisenjahr. Viele Manager stehen durch die Pandemie vor ungekannten Herausforderungen. Allerdings hat die Corona-Krise auch einen wahren Digitalisierungsschub ausgelöst. Insbesondere mittelständische Unternehmen profitieren daher von der Modernisierung ihrer IT-Systeme.

Im Fokus stehen dabei technologische Innovationen. Von neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) werden Prozessoptimierungen durch automatisierte Workflows erwartet. Leistungsfähige ERP-Systeme werden die Produktivität der Mitarbeiter steigern und Zeitersparnisse unterstützen.

Welche Bedeutung spielen die ERP-Trends?

Die Auswahl eines ERP-Systems ist eine langfristige Entscheidung. Umso wichtiger ist es dabei, zukünftige Entwicklungen im Blick zu behalten. Das ist oft gar nicht so einfach. Denn nicht nur Ihr Unternehmen entwickelt sich im Laufe der Zeit. Auch Ihr Umfeld wie gesellschaftliche Ansprüche und technologische Möglichkeiten ändern sich. Entdecken Sie also im Folgenden die relevanten Trends für ERP-Systeme!

Automatisierung und Komplexitätsverlagerung

Automatisierte Produktionsverfahren sind im industriellen Mainstream angekommen. Eine Studie des Branchenverbandes BITKOM vom Mai 2020 bestätigt dies. 99 Prozent der Industrieunternehmen beschäftigen sich mit diesem Thema. Denn durch Automatisierungstechnik lässt sich die Komplexität für den Menschen stark reduzieren. Maschinen und Systeme werden Aufgaben übernehmen, die sich häufig wiederholen oder die Auswertung vieler Daten verlangen.

Denn gerade durch das Internet of Things nimmt die Anzahl der Datenströme stark zu. Um diese sinnvoll zu nutzen, werden Systeme diese selbstständig clustern. Die aufbereiteten Daten werden in verständlichen Dashboards dargestellt und zum Beispiel auf Störungen und Anomalien hinweisen. Dadurch erhalten die Nutzer aussagekräftige Kennzahlen oder Meldungen, auf die sie entsprechend reagieren können. Ihre Handlungsfelder werden durch sinnvolle KPIs unterstützt. Die Komplexität wird auf das System verlagert.

Technik folgt dem Prozess

Die Optimierung interner Prozesse ist der wichtigste Punkt auf der digitalen Agenda vieler Firmen. Effektivere Prozesse führen zu Zeit- und Kosteneinsparungen. In Zukunft werden Prozesse frei von technischen Einschränkungen sein. Denn die ERP-Systeme werden immer leistungsfähiger und flexibler.

Prozesse werden im ersten Schritt definiert, die nötigen ERP-Funktionen erst im zweiten


Daher wird der Fokus auf der Gestaltung optimaler Prozesse liegen. Technische Hürden werden dabei in den Prozess integriert. Dadurch werden die Arbeitsschritte so gestaltet, dass das Ziel möglichst effizient erreicht wird. Die dafür nötigen ERP-Funktionen werden erst im nächsten Schritt betrachtet und falls nötig vom Anbieter ergänzt.

Nutzerorientierung

ERP-Systeme entfalten ihr volles Potential, wenn sie von ihren Anwendern akzeptiert werden. Daher legen ERP-Anbieter zunehmend den Fokus auf die Usability und das Nutzererlebnis. Ladezeiten und schlechte Performance auf mobilen Endgeräten werden aus dem Weg geschafft.

Das ERP-System wird für den Nutzer zu einer wahren Arbeitserleichterung.


Um dies zu ermöglichen, werden auch individuellen Nutzern mehr Freiräume geschaffen. Die Benutzeroberfläche wird für jeden User an seine Arbeitsweise anpassbar. Je nach Aufgabenkontext wird das Interface sogar vom ERP-System automatisch abgestimmt.

ERP als Mittelpunkt der vernetzten IT-Infrastruktur

ERP-Systeme decken viele Funktionen ab. In den meisten Unternehmen werden Sie jedoch um weitere Lösungen ergänzt. Sie werden somit immer mehr Teil einer vernetzten IT-Infrastruktur, deren Komplexität steigt. Da ERP-Lösungen alle wichtigen Unternehmensdaten verwalten, bilden Sie den Mittelpunkt dieser Systemlandschaft.

Dafür wird der Zugriff immer einfacher und flexibler. Nutzer werden jederzeit und überall auf ihre Daten zugreifen können. Denn das ERP-System wird von der physischen IT-Infrastruktur unabhängig verwaltet. Dadurch wird die Arbeit mit der Software geräte- sowie standortunabhängig.

Um die vernetzte Infrastruktur abzusichern, werden ERP-Systeme über ein ausgereiftes Sicherheitskonzept verfügen. Dadurch wird sichergestellt, dass Kriminelle oder unvorsichtige Nutzer keinen Schaden anrichten können.

Fazit

In der ERP-Welt wird sich 2021 einiges verändern. Generell zeigen die Trends, dass der Nutzer in den Vordergrund rückt. Die Technik unterstützt ihn im Hintergrund. Welche ERP-Trends Unternehmen priorisieren, hängt stark von ihrer aktuellen wirtschaftlichen Position und der jeweiligen Branche ab. Ausführliche Einblicke in die Trends und mit welchen Technologien sich diese umsetzen lassen, erhalten Sie in unserem WhitepaperWohin geht die Reise?“.

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