Produktdatenmanagement als Funktionsbereich eines ERP-Systems

08.12.2017 Lesezeit: 2 Min.
Asseco Solutions
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Das Produktdatenmanagement (PDM) speichert, verwaltet und stellt Informationen über Produkte und ihren Entstehungsprozess zur Verfügung. Zur Koordination der Konstruktionsdaten setzen Unternehmen webbasierte ERP-Systeme ein. Diese sorgen nicht nur dafür, dass Anwender an jedem Ort und zu jeder Zeit auf alle Unternehmensdaten zugreifen können. Sie dienen auch zur Steuerung und Optimierung der internen Prozesse und des Einsatzes von Ressourcen

Aufgabe und Ziele des Produktdatenmanagements

Die Aufgabe des Produktdatenmanagements ist die Speicherung, Verwaltung und Bereitstellung von Daten und Dokumenten, die aus der Produktentwicklung resultieren. Dazu zählen zum Beispiel CAD-Daten, Stücklisten und Produktstrukturdaten. Auch die verschiedenen Varianten und Versionen eines Endprodukts, die im Laufe des Entwicklungsprozesses konzipiert wurden, dokumentiert und speichert das PDM. Auf Grundlage der Erstellung lückenloser und eindeutiger Produktkonfigurationen kann jedes Produkt zu jedem Zeitpunkt reproduziert werden. Ein ERP-System steigert also die Effizienz der Produktionsplanung.

Das PDM stellt zudem sicher, dass die produktdefinierenden Daten auch dann noch abrufbar sind, wenn ein Produkt nicht mehr hergestellt und verkauft wird. Dies ist unter anderem für den Support-Bereich wichtig. Weiterhin gehört das Produktinformationsmanagement (PIM) zu seinem Aufgabenbereich. Es stellt anderen Bereichen wie dem Vertrieb und dem Marketing Produktinformationen zur Verfügung. Das Ziel des Produktdatenmanagements ist es, die Produktentwicklung zu optimieren. Ihre Qualität soll erhöht sowie der Zeit- und Kostenaufwand gesenkt werden.

Integration des PDM in ein ERP-System

Ein professionelles ERP-System verknüpft alle Bereiche eines Unternehmens auf Basis einer einheitlichen Plattform miteinander und ermöglicht eine zentrale Datenverwaltung. Selbst komplexe Produktlogiken bildet es sowohl für den Produktionsbereich als auch den Vertrieb konsistent ab. Die Redundanz der Informationen und Daten zu Produkten wird verhindert. Eine moderne, webbasierte ERP-Lösung unterstützt zudem den durchgehenden und lückenlosen Informationsfluss zwischen den verschiedenen Abteilungen.

Die PDM-Integration ermöglicht den homogenen Zugriff auf die Fertigungs- und Entwicklungsdaten. Nach der Freigabe können im CAD-System erstellte Stücklisten zum Beispiel umgehend von der Fertigung abgerufen werden. Der abteilungsübergreifende Prozess läuft reibungslos ab. Werden stattdessen voneinander isolierte Insellösungen eingesetzt, kommt es schnell zu Brüchen im Informationsfluss, die unter anderem durch unterschiedliche Datenformate und inkompatible Versionen von Anwendungen und Betriebssystemen entstehen.

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