Was beinhaltet ein Lastenheft?

30.01.2017 Lesezeit: 2 Min.
Asseco Solutions
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Der fundierten Entscheidung für ein ERP-System geht eine sorgfältige Vorbereitung und Bedarfsanalyse voraus. Nur so können sich die Verantwortlichen sicher sein, sich für die richtige ERP-Lösung entschieden zu haben. Das A und O hierfür ist die Erstellung eines Lastenhefts. Das Lastenheft gibt Aufschluss darüber, welchen funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen die zukünftige (ERP-) Software gerecht werden muss. Ferner lassen sich Aussagen darüber treffen, ob die Basissoftware durch branchenrelevante Funktionen ergänzt werden muss.

Mit der Erstellung des Lastenhefts wird sehr früh im Entscheidungsprozess begonnen. Nachdem man sich erste Gedanken darüber gemacht hat, welche Geschäftsprozesse das neue System abbilden soll, folgt ein Gespräch mit der Geschäftsführung. Es werden langfristige, strategische Ziele ermittelt. In den anschließenden Interviews mit den verschiedenen Abteilungen erfährt der Projektleiter, welche Funktionen tatsächlich gebraucht werden und welche Prozesse relevant sind. Dies hängt in der Regel mit der jeweiligen Branche und Unternehmensgröße zusammen. All diese Informationen fließen in das Lastenheft mit ein.

Welche Punkte gehören in das ERP-Lastenheft?

Es gibt einige Punkte die unbedingt in das Lastenheft aufgenommen werden sollten, während andere weniger relevant sind. Folgende Inhalte gehören in jedes Lastenheft:

  • Unternehmensbeschreibung
  • Aktuelle IT Infrastruktur
  • Funktionale Anforderungen
  • Zeitplan

Am Anfang des Lastenhefts steht eine kurze Beschreibung des Unternehmens. Es wird erklärt, was es genau tut und in welcher Branche es sich bewegt. Dazu gehören auch grundlegende Informationen wie eventuelle Zweigstellen und Tochterunternehmen, die Mitarbeiteranzahl, das Gründungsdatum und eine Wachstumsprognose. Anschließend wird die momentane IT-Situation dargestellt: Mit welchen Programmen, Servern und Betriebssystemen wird gearbeitet? Auch die Nennung der Schnittstellen ist eine wichtige Information für den Anbieter. Die wahrscheinlich wichtigste Rubrik ist die Beschreibung der funktionalen Anforderungen an das ERP-System. Dabei ist es wichtig, die richtige Informationstiefe für das Lastenheft zu wählen und lösungsneutral zu beschreiben. Den Abschluss bildet ein grober Zeitplan, der unter anderem angibt, wann das Lastenheft an Anbieter geschickt und Angebotsabgaben erwartet werden.

Erweitertes ERP-Lastenheft

Es besteht darüber hinaus der Möglichkeit mehr Punkte aufzunehmen und so ein erweitertes Lastenheft zu erstellen. Sinnvolle Ergänzungen sind die Skizzierung von Marktumfeld, Produkten und Leistungen, die Nennung von Alleinstellungsmerkmalen und Stärken sowie die Angabe von Ansprechpartnern für Rückfragen.

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