Was ist Enterprise Resource Planning (ERP)?

07.08.2017 Lesezeit: 2 Min.
Asseco Solutions
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Enterprise Resource Planning – kurz ERP – meint die Aufgabe, die materiellen und immateriellen Ressourcen eines Betriebs in seiner Gesamtheit zu planen und zu steuern, um die jeweiligen Unternehmensziele zu erreichen. Dies umfasst unter anderem die Koordination von Materialien und Betriebsmitteln, des Personals sowie der Kommunikations- und Informationstechnik. Es dient dazu, Unternehmensprozesse zu optimieren und einen effizienten Wertschöpfungsprozess sicherzustellen. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, kommen ERP-Systeme als bereichsübergreifende Softwarelösungen zum Einsatz.

Historische Entwicklung des Enterprise Resource Planning

Eine Hauptfunktion des Enterprise Resource Planning ist – insbesondere für produzierende Unternehmen – das Material Requirement Planning (MRP). Die Materialbedarfsplanung entwickelt sich bereits in den 1970er-Jahren und beschäftigte sich mit der Frage, welche Mengen an Gütern (Sekundärbedarf) benötigt werden, um ein festgelegtes Produktionsprogramm (Primärbedarf) herzustellen.

Im Verlauf der 1980er-Jahre wurde das MRP um die Produktionsplanung und -steuerung (PPS) ergänzt und die Bereiche Marketing und Vertrieb miteinbezogen: Es entstand das Manufacturing Ressource Planning (MRP II). MRP II-Systeme kamen fast ausschließlich in großen Konzernen und Industrieunternehmen zum Einsatz.

Im Laufe der Zeit wurden sie immer weiterentwickelt und um diverse Funktionsbereiche erweitert, bis sie schließlich in den 1990ern zu komplexen ERP-Systemen wurden. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie sämtliche Bereiche des Unternehmens elektronisch abbilden und miteinander vernetzen. Die zweite Generation dieser Systeme wird als ERP II bezeichnet. Im Unterschied zu den Vorgängern weist eine moderne ERP II-Software eine internetbasierte, offene Struktur auf. Zudem stehen standort- und unternehmensübergreifende Prozesse in ihrem Fokus.

Was leisten aktuelle ERP II-Systeme?

Ein Enterprise Resource Planning (ERP)-System erlaubt die integrierte Planung und Steuerung der internen und externen Geschäftsprozesse in allen Unternehmensbereichen. Es bereitet alle relevanten Informationen auf und stellt sie den Anwendern auf einer einheitlichen Plattform zur Verfügung.

Eine Basissoftware beinhaltet in der Regel die wichtigsten Funktionen für die Produktion, Waren- und Materialwirtschaft, Rechnungs-, Auftrags- und Lagerwesen sowie Disposition, Verkauf, Einkauf und Bestellwesen.

Sie können diese von jedem Ort mit Internetverbindung aus abrufen und aktualisieren. Arbeitsabläufe lassen sich auf diese Weise effizienter gestalten oder sogar komplett automatisieren. Auch immer mehr mittelständische und kleine Unternehmen erkennen, dass der Einsatz eines ERP-Systems ihnen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichert. Daher finden sich zunehmend ERP-Lösungen auf dem Markt, die genau auf die Bedürfnisse von KMU zugeschnitten sind.

Beispiel: ERP-System APplus

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