Wozu dient die Produktionssteuerung und -planung?

02.05.2018 Lesezeit: 3 Min.
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Die Produktionsplanung und -steuerung (PPS) befasst sich mit der Steuerung, Planung und Kontrolle aller Prozesse, die bei der Waren- und Güterfertigung anfallen. Sie ist ein unverzichtbares Instrument für produzierende Unternehmen. Ihr Ziel ist es, den gesamten Produktionsablauf möglichst effizient und reibungslos zu gestalten. Dabei wird die PPS in der Regel von einem computergestützten PPS-System unterstützt. Heutzutage findet die Produktionsplanung und Produktionssteuerung mit dem ERP-System statt. Aus geschichtlicher Sicht kann sie jedoch als Vorgänger moderner ERP-Systeme betrachtet werden.

Aufgabenbereiche der Produktionsplanung und -steuerung

Produktionsplanung und -steuerung setzt sich aus zwei großen Teilbereichen zusammen. Die Aufgabe der Produktionsplanung ist die kurz- und mittelfristige Vorausplanung von Fertigungsvorgängen. Die geplanten Fertigungsaufträge werden von der Produktionssteuerung freigegeben, koordiniert und kontrolliert. Zu den Aufgabenbereichen der PPS gehören unter anderem:

  • Produktionsprogrammplanung

Dieser Aufgabenbereich umfasst die Erstellung des Produktionsprogramms des Betriebs auf Grundlage der Absatzprognosen. Es gibt Auskunft über die Menge an Gütern und Waren, die für jeden Planungszeitraum gefertigt werden sollen und bestimmt folglich den Primärbedarf des Unternehmens.

  • Bedarfsplanung

Hier wird ermittelt, welche Mengen an Rohstoffen und Einzelteilen für die Herstellung des Primärbedarfs benötigt werden. Dies bezeichnet man als Sekundärbedarf. Auf Grundlage dieser Stücklisten werden entsprechende Fertigungsaufträge erstellt.

  • Kapazitäts- und Terminplanung

In diesem Schritt wird der Fertigungsvorgang zeitlich grob geplant und sichergestellt, dass die hierfür erforderlichen Ressourcen, wie zum Beispiel Mitarbeiter oder Betriebsmittel, zur Verfügung stehen. Im Anschluss werden die Aufträge an der Fertigungssteuerung weitergeleitet.

  • Fertigungssteuerung

Nach der Prüfung erfolgt die Freigabe der Fertigungsaufträge. Die Feinterminierung ordnet den Maschinen, Betriebsmitteln und Mitarbeitern bestimmte Aufträge zu. Während des Herstellungsprozesses stellt die Produktion Informationen über den aktuellen Stand der Aufträge bereit. Dies kann über ein Betriebsdatenerfassungssystem erfolgen. Die Fertigungssteuerung überwacht den Fortschritt und überprüft, ob der Produktionsplan – zum Beispiel in Bezug auf Mengen und Termine – eingehalten wird. Kommt es zu Störungen im Ablauf, müssen eventuell korrigierende Maßnahmen getroffen werden.


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ERP-Systeme mit integriertem PPS-System

Heutzutage ist die Produktionssteuerung und -planung in der Regel ein integrierbarer Funktionsbereich moderner ERPII-Systeme. Besonders Produktionsunternehmen mit kurzen Durchlauf- und Lieferzeiten sind auf eine effiziente Koordination der Auftragsabwicklung angewiesen. Liegezeiten und damit verbundene Kosten werden dadurch minimiert.

Eine Software mit entsprechenden Funktionen unterstützt die Anwender dabei, den umfangreichen operativen Aufgaben gerecht zu werden, die die PPS mit sich bringt. Die Produktion als Funktionsbereich eines ERP-Systems bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Fertigungsprozesse unternehmensübergreifend zu planen und zu steuern.

Weiterführende Literatur:

https://www.hni.uni-paderborn.de/fileadmin/Fachgru...

http://www.produktion-und-logistik.de/produktionun...

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