Wie sich Start-ups im Bereich E-Mobility etablieren

23.09.2020 Lesezeit: 5 Min.
Wie sich Start-ups im Bereich E-Mobility etablieren
Steve Roth
Steve Roth
Head of Operations, Asseco Solutions AG
Steve Roth ist seit über 12 Jahren bei Asseco. Als Head of Operations ist er für die Projektumsetzung und für die Projektteams in Karlsruhe zuständig.
Ihr Feedback zum Artikel?

Die E-Mobility Branche boomt. So auch viele Start-ups und Unternehmensbereiche von großen Unternehmen, die im Start-up Charakter schnell wachsen. Diese stehen jedoch häufig durch die schnelle Entwicklung vor diversen Herausforderungen. Unter anderem gilt es, bereits von Beginn an die internen Prozesse so zu optimieren, dass die Unternehmen flexibel bleiben und zugleich bei Bedarf wachsen können.

Vor allem die Nutzung passender ERP-Systeme ist hierbei von entscheidendem Vorteil. Diese müssen jedoch die Anforderungen von Start-ups erfüllen. Denn junge Unternehmen mit anfänglich kleiner Belegschaft und kleinem Kundenstamm können im Bereich E-Mobility exponentiell wachsen. Das ERP-System muss sich also diesen Anforderungen anpassen können.

Hohe Anforderungen an ein ERP System bei Start-ups für E-Mobility


Start-ups im Bereich E-Mobility beginnen häufig gerade einmal mit 10 Usern, welche auf die essenziellen Funktionen einer ERP-Software zurückgreifen müssen. Dies ist für viele größere Systeme zu wenig, um deren Kostenstruktur zu rechtfertigen. Zudem können es sich viele kleine Unternehmen und Start-ups schlicht nicht leisten, das ERP-System auf die eigenen Anforderungen anpassen zu lassen. Daher ist es wichtig, eins zu wählen, welche die eigenen Anforderungen als Branchenlösung bereits abdecken kann.

Darüber hinaus muss das System aber auch in der Lage sein, mit dem Unternehmen zu wachsen. Denn besonders Start-ups der E-Mobility Branche neigen phasenweise zu einem rasanten Wachstum und können somit den Bedarf an Nutzern innerhalb kürzester Zeit vervielfachen. Wenn zu Beginn gerade einmal 10 Nutzer ausreichend erscheinen, kann sich dies mit steigendem wirtschaftlichem Erfolg schlagartig verändern. Das Wachstum spielgelt sich meist nicht nur in der Anzahl der Benutzer, sondern auch in der Tiefe der Anforderungen wieder. Es wird somit ein System benötigt, welches in allen Bereichen skalierbar ist und mit dem Unternehmen mitwächst.


Optimale Prozessentwicklung dank schneller, standardisierter Einführung


Ein weiterer, wichtiger Punkt bei der Wahl des passenden ERP-Systems ist dessen gute Zugänglichkeit. Denn nur durch eine einfache Einführung steigt die Akzeptanz des Systems bei den Mitarbeitern, sodass diese direkt produktiv mit dem ERP arbeiten können. Bietet das ERP-System vorgefertigte Prozesse und Konfigurationen, kann die Einführung ohne Beratungsphase mit den kundeneigenen Daten direkt erfolgen. Start-ups können somit sofort mit der Schulung starten. Die Datenübernahme durch den ERP Hersteller führt dazu, dass mit den Ressourcen des Start-ups schonend umgegangen wird.

Durch die Implementierung der Standardlösung können Mitarbeiter des Start-ups schnell und einfach mit dem ERP-System arbeiten


In einem solchen Fall wird das ERP-System ohne Änderungen und individuelle Anpassungen als Standardlösung im Unternehmen implementiert. Somit können die Nutzer sehr schnell mit der Software arbeiten. Viele Start-ups der E-Mobility können nach gerade einmal 15 Tagen Schulung am laufenden System produktiv arbeiten und von den Vorteilen profitieren.


Die Vorteile für die Unternehmen liegen auf der Hand


Die Vorteile für Unternehmen werden klar ersichtlich, wenn man die schnelle, standardisierte Einführung mit der klassischen Implementierung bei vielen ERP-Systemen vergleicht. Hier benötigt es häufig erst einmal lange Entwicklungsarbeit, um die ERP-Lösung auf die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens anzupassen. Die Einführung gestaltet sich ebenfalls schwierig, da die Nutzer in diesen Systemen häufig über einen langen Zeitraum geschult werden müssen.

So gelingt der Umstieg häufig erst nach 6 - 12 Monaten. Dies bindet in einem Start-up unnötig Kräfte und kann sogar dafür sorgen, dass das Wachstum nachhaltig ausgebremst wird. Aufgrund der Konkurrenz am Markt keine gute Entscheidung.


Hohe Akzeptanz und schnelle Bereitstellung sorgen für den reibungslosen Ein- und Umstieg


Da das Training in der Software direkt mit den Kundendaten erfolgt, können die Mitarbeiter sich viel schneller im neuen ERP-System zurechtfinden und mit diesem schneller arbeiten. Das bedeutet vor allem, dass die ansonsten langen Umstiegszeiten mit einem passenden ERP vermieden werden können.

Start-ups für E-Mobility können sich somit viel stärker auf ihren eigentlichen Kompetenzbereich konzentrieren und die Einführung des neuen ERP-Systems beinahe nebenbei erledigen. Für eine schnell wachsende und entsprechend ausgelastete Branche ist das optimal:

Das Zeitkontingent der Mitarbeiter wird nicht durch übermäßige Schulungen und Funktionsprobleme limitiert.


Fazit: In schnell wachsenden Branchen müssen ERP-Systeme flexibel bleiben


Schnell wachsende Bereiche wie die E-Mobility Branche stellen besondere Anforderungen an ein ERP-System. Dieses muss nicht nur die Prozesse im Unternehmen sicher abdecken können. Es muss vor allem auch mit dem Unternehmen wachsen und skalierbar sein. Auch die Einführung muss schnell und mit geringstmöglichem Aufwand erfolgen, damit sich die Mitarbeiter weiterhin um die Geschäftsziele kümmern können.

Werden all diese Anforderungen erfüllt, sollte sich das Unternehmen für eine solche Lösung entscheiden. So kann ein passendes ERP-System die internen Prozesse optimieren, den Workflow der Mitarbeiter verbessern und das Unternehmen in seinem Wachstum aktiv begleiten.

Schlagwörter:

#

Mehr ERP-Wissen:
Ihr kostenloses Whitepaper.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Geschäftsmodell digitalisieren.

Zum kostenlosen Whitepaper