Bedarfsermittlung als Funktionsbereich eines ERP-Systems

23.04.2018 Lesezeit: 2 Min.
Asseco Solutions
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Ein ERP-System sorgt als unternehmensweite Software für mehr Transparenz und Überblick selbst in komplexen Abläufen. Dies betrifft alle Bereiche vom Controlling über die Produktionsplanung und -steuerung bis hin zum CRM . Anwender erhalten in der Regel genau die Informationen, die Sie brauchen, zum richtigen Zeitpunkt.

Ein ERP-System stellt also einen lückenlosen und transparenten Informationsfluss zwischen einzelnen Abteilungen sicher. Insbesondere für produzierende Betriebe, die Teil einer Zuliefererkette sind, ist dies wichtig.

Aufgaben und Arten der Bedarfsermittlung

Die Bedarfsermittlung gehört zum Aufgabenbereich der Produktionsplanung und -steuerung (PPS) und ist eng verbunden mit der Materialwirtschaft bzw. Warenwirtschaft. Sie beschäftigt sich mit der Ermittlung des zukünftigen Materialbedarfs. Es ist ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass alle erforderlichen Ressourcen für die Herstellung zum optimalen Zeitpunkt, in der benötigten Menge am richtigen Ort sind. Die Materialien werden entweder von externen Firmen bezogen oder im Unternehmen selbst angefertigt. Man unterscheidet drei verschiedene Bedarfsarten:

  • Primärbedarf: Hierbei handelt es sich um die Menge der verkaufsfähigen Endprodukte und Ersatzteile, die im Laufe einer bestimmten Zeitperiode gefertigt werden soll. Auf Grundlage dessen erstellt die PPS ein Produktionsprogramm.
  • Sekundärbedarf: Unter diesem Begriff werden die Rohstoffe, Güter und Einzelteile zusammengefasst, die man für die Herstellung des Primärbedarfs benötigt.
  • Teritiärbedarf: Dies ist der notwendige Bedarf an Betriebs- und Hilfsstoffen für die Erzeugung und den Transport des Sekundärbedarfs.

Die benötigten Vorprodukte sind aufgrund wirtschaftlicher und produktionstechnischer Faktoren oft nur in größeren Mengen verfügbar. Hier muss die Bedarfsermittlung nicht nur die Kosten für die Waren und die Herstellung berücksichtigen, sondern unter anderem auch für den Transport und die Lagerung. Ihr Ziel ist es, den Materialfluss so effizient wie möglich zu gestalten und auf diese Weise Durchlaufzeiten zu verkürzen und Lagerbestände zu minimieren.

ERP-Systeme ermitteln optimale Bedarfsstände

Um dieser Anforderung gerecht zu werden, setzen viele Produktionsunternehmen ein ERP-System ein. Es hilft der Materialwirtschaft dabei, die Bedarfsstände bestmöglich zu planen und die wirtschaftlichen Betriebsmittel optimal zu koordinieren. Zu jedem Zeitpunkt liefert es aktuelle Daten zu Lagerbeständen und zur Materialverfügbarkeit, die von allen Anwendern eingesehen und aktualisiert werden können.

Darüber hinaus automatisieren professionelle ERP-Lösungen zahlreiche Vorgänge, die die Mitarbeiter sonst manuell durchführen. Dazu gehören zum Beispiel die Materialdisposition sowie die Erstellung von Fertigungsaufträgen und Stücklisten. Der Arbeitsaufwand und die damit verbundenen Kosten werden auf diese Weise gesenkt.


Weiterführende Literatur:


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