Anhand dieser Fragen erkennen Sie den Bedienkomfort einer ERP-Lösung

10.05.2016 Lesezeit: 2 Min.
Anhand dieser Fragen erkennen Sie den Bedienkomfort einer ERP-Lösung
Dr. Nina Bär
Dr. Nina Bär
Usability Engineer, Asseco Solutions AG

Die beste Software nützt nichts, wenn Anwender nicht mit ihr arbeiten wollen. Dies gilt auch für ERP-Systeme. Da diese immer ausgereifter sind, unterscheiden sie sich in funktionaler Hinsicht weniger als früher. Vor diesem Hintergrund wird die Anwenderakzeptanz mittels Bedienkomfort ein immer wichtigeres Entscheidungskriterium.

Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Mitarbeiter die Softwarelösungen in der engeren Auswahl selbst ausprobieren lassen. Doch schon bei der Vorauswahl können Sie sich mit ein paar einfachen Fragen ein gutes Bild vom Bedienkomfort einer ERP-Lösung machen.

Normen konkret werden lassen

Wer den Bedienkomfort oder die „Usability“ eines ERP-Systems beurteilen will, sollte unbedingt die DIN- und ISO-Normen zur Bedienbarkeit von Software konsultieren. Dort sind die sieben wesentlichen Bereiche definiert und beschrieben, die Entwickler schon bei der Erstellung von Software für eine optimale Benutzerführung beachten sollten:

  1. Aufgabenangemessenheit
  2. Selbstbeschreibungsfähigkeit
  3. Steuerbarkeit
  4. Erwartungskonformität
  5. Fehlertoleranz
  6. Individualisierbarkeit
  7. Lernförderlichkeit

Was genau mit diesen Normen gemeint ist, erschließt sich im Grunde erst dann, wenn man eine Software ausprobiert. Außerdem decken Normen niemals sämtliche Aspekte ihres Anwendungsbereichs ab. So lässt sich zum Beispiel nur schwer „normieren“, was ein modernes Look & Feel ist, denn dies wird von beliebten Apps und ihren Herstellern immer wieder neu definiert. Umso mehr sollten Sie eine ERP-Lösung selbst ausprobieren, bevor Sie sie in die engere Auswahl nehmen. Dazu ist es allerdings sehr hilfreich, die allgemeinen Normen konkret werden lassen.

Eine Checkliste für Bedienkomfort

Was mit diesen Normen tatsächlich gemeint ist, haben wir in eine Checkliste übersetzt. Sie enthält insgesamt zwölf Fragen. Sie sollten alle mit einem klaren Ja beantworten können. Dann und nur dann ist die getestete ERP-Lösung für die engere Auswahl geeignet.

Natürlich können und sollen Sie viel mehr ins Detail gehen, wenn Sie eine ERP-Software in der engeren Auswahl auf Herz und Nieren prüfen. Dennoch enthalten diese zwölf Fragen wesentliche Aspekte aller oben genannten Normen – zusätzlich aber auch Faktoren, die für den Bedienkomfort relevant sind, aber über den Rahmen der DIN- und ISO-Standards hinausgehen. Damit Sie besser entscheiden können – und Ihre Mitarbeiter gerne mit der ERP-Software arbeiten.

Schlagwörter:

#

Mehr ERP-Wissen:
Ihr kostenloses Whitepaper.

Lernen Sie, warum Sie bei Ihrer Entscheidung die Anwenderfreundlichkeit des ERP-Systems beachten sollten.

Zum kostenlosen Whitepaper