Ein ERP-System ist eine Softwarelösung, die sämtliche Bereiche eines Unternehmens verknüpft und alle Daten auf einer einzigen Plattform bereitstellt. Sie dient zur optimalen Steuerung der Geschäftsprozesse und Ressourcen. Zu diesen gehören beispielsweise Kapital, Personal und Betriebsmittel, aber auch ideelle Ressourcen wie Wissen, das durch den Bereich Forschung und Entwicklung (FE) gewonnen wird. Für ein ganzheitliches Enterprise Ressource Planning ist es daher wichtig, dass alle Informationen über Entwicklungen und Prozesse der unternehmensinternen Forschung laufend aktuell zur Verfügung stehen.

Aufgaben des Bereichs Forschung und Entwicklung

Unternehmen müssen in Forschung und Entwicklung investieren, um konkurrenzfähig zu bleiben. Ihr Ziel ist die Entwicklung innovativer Produkte und Technologien, die zur Steigerung des Absatzes oder der Produktion beitragen. Zwar ist die Forschung oft kostenintensiv, bei verwertbaren Resultaten sorgen die Ergebnisse jedoch für die Erhaltung und Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens. Die Projekte der FE lassen sich in vier Aktivitäten bzw. Phasen gliedern:

  • Grundlagenforschung
  • Technologieentwicklung
  • Vorentwicklung
  • Produkt- und Prozessentwicklung

Darüber hinaus dient die Forschung der Qualitätssicherung und dem Fehlermanagement.

Einbindung der FE in eine ERP-Lösung

Um alle Potenziale eines Unternehmens optimal ausschöpfen zu können, sollte ein ERP-System in der Lage sein, auch die Forschung und Entwicklung abzubilden. Die Forschung arbeitet mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Daten. Damit Forschungs- und Entwicklungsprozesse reibungslos ablaufen können, müssen die Daten übersichtlich und strukturiert verwaltet werden.

Dies stellt eine ERP-Lösung sicher. Im Idealfall verfügt sie über eine eingebettete Dokumentenverwaltung, die die integrative Verwaltung beliebiger Datei-Formate und Systemaufrufe erleichtert. Die Integration der FE in das ERP-System setzt natürlich voraus, dass das entsprechende Unternehmen über einen solchen Bereich verfügt.

Bei kleinen Unternehmen ist dies oft nicht der Fall. ERP-Lösungen für KMU bestehen daher meistens aus einer Basissoftware, die durch Module individuell an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden können.

Weiterführende Literatur:

FAQ zu Forschung und Entwicklung

Was versteht man unter Forschung und Entwicklung?

Forschung und Entwicklung bezeichnet systematische und schöpferische Tätigkeiten, mit denen neues Wissen geschaffen und auf Basis dieses Wissens neue Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entwickelt werden.

Welche Teilbereiche gehören zur Forschung und Entwicklung?

Typischerweise unterscheidet man bei FuE die Grundlagenforschung (Erweiterung des Wissens ohne unmittelbare Anwendung), die angewandte Forschung (zielgerichtete Untersuchung mit praktischer Nutzung) sowie die experimentelle Entwicklung (Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte oder Verfahren).

Warum ist Forschung und Entwicklung für Unternehmen wichtig?

Forschung und Entwicklung helfen Unternehmen, sich technologisch weiterzuentwickeln, Wettbewerbsvorteile zu sichern und innovative Produkte oder Verfahren einzuführen. Damit leisten FuE-Aktivitäten einen entscheidenden Beitrag zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum.

Wie wird Forschung und Entwicklung typischerweise finanziert und gemanagt?

FuE-Aktivitäten erfordern Investitionen in Personal, Material und Infrastruktur, sind oft risikobehaftet und müssen strategisch geplant sowie dokumentiert werden. Unternehmen führen FuE-Projekte regelmäßig mit festen Budgets, Meilensteinen und Evaluierung durch.

Wie hängt Forschung und Entwicklung mit einem ERP-System zusammen?

In einem ERP-System fließen FuE-Daten wie Projektausgaben, Ressourcenverbräuche oder Entwicklungsaufträge zusammen. Eine ERP-Integration ermöglicht die Verknüpfung von FuE-Prozessen mit den Bereichen Einkauf, Controlling, Produktion oder Vertrieb und schafft so Transparenz über Entwicklungszyklen und Kosten.

Welche Herausforderungen gibt es bei Forschung und Entwicklung?

Zu den Herausforderungen zählen hoher Aufwand bei unsicherem Ergebnis, lange Entwicklungszyklen, Koordination mit anderen Geschäftsbereichen, Sicherung von Know-how sowie der Bedarf nach flexiblen Systemen, die FuE-Daten in übergreifenden Geschäftsprozessen abbilden können.