Karlsruhe, 12.10.2026 – Wer in Zeiten der kriselnden Weltwirtschaft erfolgreich am Markt agieren will, muss das Potenzial der aktuellen Technologieinnovationen ausschöpfen und Automatisierungsgrade massiv erhöhen. Doch Individualprojekte, etwa zur Implementierung von KI-Agenten, sind zeit- und ressourcenintensiv. Der Karlsruher ERP-Spezialist Asseco Solutions eröffnet Unternehmen mit seiner neuen Produktgeneration APplus 10 neue Möglichkeiten, auf sichere und kontrollierte Weise von KI-gestützter Automatisierung zu profitieren. Durch die digitale Abbildung ganzer Prozessketten lassen sich mehrstufige Aufgaben Ende-zu-Ende automatisieren und User auf aktive Weise in ihrer täglichen Arbeit unterstützen. Nativ integrierte KI kommt dabei zielgerichtet genau dort zum Einsatz, wo diese tatsächlich sinnvoll ist – ganz ohne aufwendiges agentisches Training. Die Basis dazu liefern umfassende Neuerungen auf Funktionsebene, Datenebene und Oberflächenebene des prozessorientierten Flow Mode.
„Dass KI-Agenten unsere Arbeits- und Lebenswelt geradezu revolutionieren, steht außer Zweifel“, erklärt Markus Haller, CEO und CTO von Asseco Solutions. „Doch nur, weil eine Technologie zur Verfügung steht, bedeutet das nicht, dass sie automatisch für jeden Einsatzzweck die optimale Lösung ist. Der geschäftliche Kontext erfordert Genauigkeit, Wiederholbarkeit, Sicherheit und Zertifizierbarkeit. Mit APplus 10 haben wir daher einen anderen Ansatz gewählt, Unternehmensaufgaben effektiv, sicher und steuerbar zu automatisieren. Der digitale Prozess ist dabei Dreh- und Angelpunkt. Er stellt das führende System dar, das den Ablauf steuert und alle relevanten Beteiligten für echte Ende-zu-Ende-Automatisierung zusammenbringt: Daten, KI und den User. Wer klar definierte Prozesse hat, die kontrolliert durchlaufen werden, braucht gar keine aufwendigen Agentic-AI-Projekte, um effektiv von den Effizienzgewinnen modernster KI im Arbeitsalltag zu profitieren.“
„Die entscheidende technische Basis hierfür liefert unser prozessorientierter Flow Mode“, ergänzt Ralf Bachthaler, CSO von Asseco Solutions. „Bislang wurde dieser vor allem als neue Benutzeroberfläche wahrgenommen: Statt sich durch teils komplexe Ansichten zu navigieren, werden die User durch ihre Prozesse geführt. Das vereinfacht und beschleunigt die tägliche Arbeit, doch den Flow Mode allein auf diesen Vorteil zu reduzieren, wäre viel zu kurz gedacht. Das wahre Potenzial liegt in der zugrundeliegenden Digitalisierung der Prozesse per BPMN-Modell, die nicht nur das Fundament legt für umfassende Automatisierungen, sondern auch modernste KI kontrolliert nutzbar macht. Der Flow Mode ist nicht einfach nur ein neuer Benutzungsmodus. Er ist ein Technology-Change in der ERP-Welt.“
Das ERP wird zum Aktivsystem
Im weiterentwickelten Flow Mode von APplus 10 stehen daher einzelne Prozesse nicht länger isoliert, sondern können über Hierarchiestufen zu durchgängigen Prozesslandschaften verbunden werden. So steht nun beispielsweise ein per Flow abgebildeter Bestellprozess nicht länger für sich allein, sondern lässt sich nahtlos mit vorausgehenden und nachgelagerten Prozessstufen wie Bestellung, Wareneingang oder Verwaltung der Positionen verknüpfen. Im Ergebnis steht eine Ende-zu-Ende-Abbildung ganzer Aufgabenbereiche. Kontext und Parameter werden mehrstufig weitergegeben; so müssen bei einem Wechsel in ein Sub-Board Informationen wie Standort, Lager oder Artikel nicht erneut ausgewählt werden.

Der Anwender behält stets den Überblick, an welcher Stelle des Gesamtprozesses er sich gerade befindet. Erfordert ein Prozessschritt eine Aktion seinerseits – etwa eine Entscheidung, Prüfung oder Dateneingabe – wird er durch APplus 10 aktiv automatisch getriggert. Mithilfe eines dynamischen Formulars erhält er dann unmittelbar genau die Informationen, die für den jeweiligen Prozessschritt erforderlich sind. Somit entwickelt sich APplus weiter zum aktiven Partner seiner Anwender.
KI Integrieren statt aufsetzen
Ebenso wie menschliche User lässt sich auch die KI im Rahmen der neuen Flow-Prozesse an jeder beliebigen Stelle einbinden. Die neuen AI Tasks ermöglichen es hierzu, KI-Verarbeitungsschritte als konfigurierbare Bausteine unmittelbar im Flow-Prozess zu verwenden – zielgerichtet an genau den Stellen, an denen eine KI-Unterstützung wirklich sinnvoll und nützlich ist. Dank dieser nativen Integration ist es für Anwender nicht länger erforderlich, ein separates KI-Tool zu bedienen und dessen Ergebnisse zurück in ihr ERP-System zu kopieren. Die KI erledigt ihre Aufgabe unmittelbar im Flow-Prozess.
Zur konkreten Unterstützung der Anwender übernehmen AI Tasks klar definierte Aufgaben, von der Recherche von Informationen bis hin zum Ergänzen fehlender Daten. So lassen sich etwa beim Anlegen eines neuen Artikels automatisch relevante Informationen wie Name, Gewicht, Maße oder Beschreibungen in einem Produktkatalog recherchieren und vorausfüllen. So unterstützt KI bei der schnelleren Bearbeitung von Routineaufgaben.
Technisch gesehen wird die im AI Task beinhaltete Anfrage in Form eines Prompts über eine sichere Verbindung an das verwendete KI-Modell gegeben. Standardmäßig kommen hierzu in APplus 10 Modelle von OpenAI zum Einsatz, die aufgrund der Enterprise-Vereinbarung zwischen Asseco und OpenAI genutzt werden können, ohne dass Daten zu Trainingszwecken in das Modell zurückfließen. Darüber hinaus prüft Asseco Möglichkeiten, perspektivisch die Anbindung beliebiger Modelle zu unterstützen, sodass für jede Aufgabe das am besten geeignete Modell – inklusive User-Modellen – zum Einsatz kommen könnte.
KI-Nutzung bleibt flexibel und steuerbar
Durch die Einbettung von KI in den digitalen Prozessablauf als führendes System profitieren Kunden von maximaler Flexibilität, welche Schritte tatsächlich mithilfe von KI bearbeitet werden sollen und welche nicht. Insbesondere vor dem Hintergrund steigender Token-Kosten ergibt sich daraus ein entscheidender Vorteil:
„Einen Prozessschritt mithilfe von KI zu realisieren, der objektiv gar keine KI benötigt, ist wirtschaftlich nicht sinnvoll“, betont Patrick Mathis, Principal Solution Consultant von Asseco Solutions. „Insbesondere bei KI-Agenten, die eigenständig Aufgaben bearbeiten, lässt sich dies jedoch nicht immer vermeiden. Auch eine Aktion, die eigentlich nur einen Klick im ERP-System erfordert, verbraucht dann Tokens. Entsprechend haben wir uns für einen anderen Ansatz entschieden. Bei uns übernimmt die KI nicht den gesamten Prozess, sondern dedizierte Teilschritte, für die sie tatsächlich benötigt wird. Alle anderen Schritte laufen weiterhin deterministisch ab. Dadurch bleibt das Gesamtsystem zu jedem Zeitpunkt erklär- und beschreibbar, was auch für Zertifizierungen ein entscheidender Vorteil ist.“
Dokumente als Datenquelle
Ein weiterer entscheidender Baustein einer umfassenden Ende-zu-Ende-Automatisierung sind Daten und Dokumente. Mit seiner neuen Dokumentenmanagementlösung „APplus Documents“ integriert Asseco dazu nun auch die Dokumentenebene in seine Flow-Prozesse und macht die enthaltenen Informationen unmittelbar für die definierten Abläufe zugänglich.
Dazu kombiniert APplus Documents revisionssichere Dokumentenablagefunktionen mit intelligenter Dokumentenverarbeitung: Inhalte werden automatisiert erkannt, passenden Vorgängen zugeordnet und direkt in APplus für die weitere Bearbeitung bereitgestellt, ohne Umweg über ein separates DMS. Mithilfe von KI werden Inhalte beim Einlesen der Dokumente automatisch für den weiteren Prozess nutzbar gemacht. Der klassische Dokumentenfokus entwickelt sich so weiter zu einem informationsorientierten Ansatz.
Weitere Funktionen im Überblick
Darüber hinaus bietet APplus 10 zahlreiche weitere Neuerungen auf funktionaler Ebene. Dazu zählen unter anderem:
- Timer Events: Mithilfe der neuen Timer Events lassen sich Prozessschritte automatisiert zu einem definierten Zeitpunkt oder bei Eintritt eines bestimmten Status starten. Ein manuelles Anstoßen durch den Anwender ist nicht erforderlich. So lassen sich beispielsweise zu Wochenbeginn Prüfroutinen automatisiert starten oder die Dokumenten-Inbox in definierten Zyklen prüfen, um neue umklassifizierte Dokumente automatisch per AI Task zu klassifizieren.
- UI Automation: Die neue UI Automation ermöglicht es Anwendern, wiederkehrende Klickfolgen auf einfache Weise regelbasiert zu automatisieren. Die Konfiguration ist unmittelbar in der APplus-Oberfläche möglich. Insbesondere für die mobile Nutzbarkeit ergeben sich dadurch Vorteile, da sich die Anzahl der erforderlichen Klicks und Aktionen verringert, die auf mobilen Endgeräten schnell als umständlich empfunden werden.
- Process Forms: Mit dem neuen Form Designer lassen sich rollen- und situationsabhängige Eingabe- und Entscheidungsmasken für Flow-Prozesse gestalten (Formulare). Auf diese Weise ermöglicht APplus eine gezielte menschliche Kontrolle bei Automatisierungen. Sobald eine Entscheidung oder ein Eingriff des Anwenders erforderlich sind, informiert APplus diesen proaktiv per Notification mit dynamisch angepassten Inhalten und Feldern.
- AEB Export Filling: Mit APplus 10 lassen sich Exportmeldungen direkt aus APplus an die AEB-Export-Filling-Lösung übergeben. Die Funktion löst das ab 2026 auslaufende, nur auf Deutschland beschränkte Vorgängersystem ab. Zudem reduziert das AEB Export Filling Systemwechsel, manuelle Doppelarbeit und Übertragungsfehler und beschleunigt damit die Exportabwicklung.
Weitere Information und Verfügbarkeit
APplus 10 ist ab sofort für alle Bestands- und Neukunden erhältlich. Weitere Informationen und Details zur Lösung finden sich hier.


