Asset Tracking beschreibt ein System, bei dem Waren oder andere Gegenstände elektronisch verfolgt werden. Hierfür kommt das Internet of Things zum Einsatz. Die sogenannten “tracked devices“ (“verfolgte Geräte“) übermitteln über das Netz ihren Standort. Durch ein geeignetes ERP-System wird das Asset Tracking besonders unterstützt. Dafür muss das ERP IoT-gestützt arbeiten. Das bedeutet, dass es eine Integration mit dem IoT-Netzwerk bietet. Alle Prozesse, die mit den überwachten Assets zusammenhängen, können somit sicherer und effizienter ablaufen.

Die Vorteile von Asset Tracking mit ERP-System

  1. Schutz vor Verlust und Diebstählen
  2. Reduktion der Anzahl menschlicher Fehler
  3. Detaillierte Informationsgewinnung
  4. Erhöhung der Kundenzufriedenheit
  5. Kosteneinsparungen

IoT Asset Tracking: Überblick über die Funktionsweise

Bevor wir die Vorteile im Einzelnen erklären, soll kurz die Funktionsweise des Asset Trackings aufgezeigt werden. Dieses nutzt seit einiger Zeit eine Technologie namens Narrowband IoT (NB-IoT). Die Nachverfolgung der Assets beruht somit auf Mobilfunkstandards und GPS-Daten.

Hierfür erhalten die IoT-Geräte eigene eSIMs. Sie wählen sich automatisch in die verfügbaren Netze ein. Anschließend greift die Software der Tracker. Diese arbeitet als Real Time Location-System (RTLS). Der eigene Standort wird somit in Echtzeit übermittelt.

“Dabei wird die Position per Satellit und durch die Distanz zum nächsten Funkturm ermittelt. Die Daten werden dem ERP-System zur Verfügung gestellt.“

Klicken und mit Ihren Kollegen teilen:

Die einzelnen Tracker haben eine eigene Anbindung an die Cloud. Die Datenübermittlung ist in der Regel Ende-zu-Ende verschlüsselt, um die Sicherheit der Daten zu gewährleisten. Nur das ERP kann die Informationen erkennen und verarbeiten.

Einige Asset Tracker können auch verwandte Geräte anpingen. Wenn beispielsweise eine weitere Ware in der Nähe ist, können sie sich gegenseitig identifizieren. Fällt das Mobilfunkmodem aus, bleiben die Assets auf diese Weise dennoch verfolgbar. Das angebundene ERP kann deshalb zu jeder Zeit ermitteln, wo sich die Objekte befinden.

So profitieren Sie vom Asset Tracking mit einem ERP-System

Schutz vor Verlust und Diebstählen

Verlorene Waren können mittels Tracking leicht wiedergefunden werden. Dies gilt für Produktionsprozesse genauso wie für die Objektbewegungen von einem Standort zu einem anderen. Die Tracker sind zudem in der Regel klein und dezent angebracht. Objekte können also auch bei Diebstählen verfolgt werden. Ein mit künstlicher Intelligenz ausgestattetes ERP kann überdies eigenständig Alarm schlagen, wenn Waren von ihren festgelegten Routen abweichen.

Reduktion der Anzahl menschlicher Fehler

Die Asset Tracker haben eigene Erkennungsnummern oder unverwechselbare Erkennungsmarken. Bestellt ein Kunde beispielsweise Produkt A, kann das ERP feststellen, ob das richtige Paket der Logistik übergeben wird. Bei einem Fehler schlägt es Alarm. In der Produktion funktioniert dies ähnlich: Werden fälschlicherweise Materialien entnommen, die an anderer Stelle gebraucht werden, lassen sich diese leicht wiederfinden. Die Zahl menschlicher Fehler sinkt erheblich.

Detaillierte Informationsgewinnung

Asset Tracking IoT ERP
Durch die Nachverfolgung Ihrer Waren im ERP-System gewinnen Sie hilfreiche Daten zur Optimierung Ihrer Prozesse

Durch Asset Tracking erheben Sie zahlreiche hilfreiche Daten. Das betrifft zum Beispiel die Bewegungszeiten. Da sie zur Auswertung an das ERP-System übermittelt werden, lassen sich Optimierungspotentiale identifizieren – zum Beispiel für schnellere Durchlaufzeiten. Alle Prozesse, an denen die Assets direkt beteiligt sind, können somit überwacht und verbessert werden.

Erhöhung der Kundenzufriedenheit

Teilweise können die Informationen des Asset Trackings mit Kunden geteilt werden. Bekannt ist das Beispiel von Paketlieferanten: Die teilen über das Netz mit, in welchem Zeitraum eine Zustellung zu erwarten ist. Der Zugang kann in der Regel über eine Schnittstelle gewährt werden. Kunden profitieren direkt von Echtzeitinformationen.

Durch die Optimierung der Prozesse wird die Warenproduktion schneller und günstiger. Kunden erhalten zügiger günstigere Produkte. Auch hier ist das ERP als Lenkungsinstanz unverzichtbar. Das Asset Tracking mittels ERP erhöht also kurz-, mittel- und langfristig die Kundenzufriedenheit.

Fazit: Asset Tracking mittels ERP sorgt für Kosteneinsparungen

Ihr Unternehmen profitiert unterschiedlich vom Asset Tracking mit einem ERP-System. Die Reduktion der Anzahl menschlicher Fehler fällt in vollautomatisierten Produktionsabläufen beispielsweise geringer aus. Ein großer Vorteil ist jedoch immer gegeben: die Kosteneinsparungen. Dies gilt schon allein durch den Schutz vor Verlust und Diebstahl. Es lohnt sich deshalb für alle Firmen, die regelmäßig Waren und andere Objekte bewegen.

Wünschen Sie weitere Informationen über die Mehrwerte des Zusammenspiels von IoT und ERP? Dann laden Sie jetzt unser kostenloses Whitepaper „Service als Start in die Industrie 4.0“ herunter!

Häufige Fragen zu Asset Tracking mit ERP:

Was bedeutet Asset Tracking im Zusammenspiel mit dem ERP?

Asset Tracking verfolgt Waren oder Gegenstände elektronisch über das Internet of Things. Tracked Devices übermitteln ihren Standort über das Netz, ein IoT-gestütztes ERP integriert diese Daten und lässt zugehörige Prozesse sicherer und effizienter ablaufen.

Welche Technologie bildet die Grundlage des IoT-Asset-Trackings?

Eingesetzt wird Narrowband IoT auf Basis von Mobilfunkstandards und GPS-Daten. Die IoT-Geräte erhalten eigene eSIMs, wählen sich automatisch in verfügbare Netze ein, und die Trackersoftware arbeitet als Real-Time-Location-System.

Wie wird die Position eines Assets bestimmt?

Die Position wird per Satellit und über die Distanz zum nächsten Funkturm ermittelt. Die so gewonnenen Daten werden anschließend dem ERP-System zur Verfügung gestellt.

Wie ist die Sicherheit der übertragenen Daten gewährleistet?

Die einzelnen Tracker verfügen über eine eigene Cloud-Anbindung, und die Datenübermittlung erfolgt in der Regel Ende-zu-Ende verschlüsselt. Nur das ERP kann die Informationen erkennen und verarbeiten.

Was passiert, wenn das Mobilfunkmodem eines Trackers ausfällt?

Manche Asset Tracker können verwandte Geräte in der Nähe anpingen und sich gegenseitig identifizieren. Dadurch bleiben Assets auch bei Ausfall des Modems verfolgbar, sodass das ERP weiterhin den Standort ermitteln kann.

Wie reduziert Asset Tracking menschliche Fehler in Logistik und Produktion?

Tracker tragen Erkennungsnummern oder eindeutige Erkennungsmarken. Das ERP prüft im Versand, ob das richtige Paket übergeben wird, und schlägt bei Fehlentnahmen in der Produktion Alarm, sodass falsch entnommene Materialien leicht wiedergefunden werden.

Welche Rolle spielt KI im Zusammenspiel mit Asset Tracking?

Ein mit künstlicher Intelligenz ausgestattetes ERP kann eigenständig Alarm schlagen, wenn Waren von ihren festgelegten Routen abweichen. So lassen sich Diebstähle und Abweichungen frühzeitig erkennen.

Welche Daten lassen sich über Asset Tracking für Prozessoptimierungen nutzen?

Erfasst werden beispielsweise Bewegungszeiten, die zur Auswertung an das ERP übermittelt werden. Auf dieser Basis lassen sich Optimierungspotenziale identifizieren, etwa für schnellere Durchlaufzeiten.