Auf einen Blick

Ein ERP-Framework ist das Programmiergerüst, auf dem die Software aufsetzt und Anpassungen kontrolliert ermöglicht. Es entkoppelt Individualisierungen von der Kernlogik, vereinfacht über ein Business Integration Framework die Schnittstellenpflege und sichert damit Releasefähigkeit, Skalierbarkeit und Wartbarkeit auch bei wachsender Systemlandschaft.

Ein ERP-System hat die große Aufgabe, allen Nutzer*innen gerecht zu werden. Das ist gar nicht so einfach, da es sich oftmals um branchen- oder bereichsübergreifende Prozesse handelt, welche detailgetreu und dennoch strukturiert abgebildet werden sollen. Darüber hinaus befinden sich momentan viele Unternehmen in einer Zeit des technischen Wandels. Gerade mittelständische Unternehmen beschäftigen sich vermehrt mit der Digitalisierung Ihrer Daten.

Aber wie kann eine ERP-Software möglichst effizient eingesetzt werden und dabei allen individuellen Anforderungen zeitnah gerecht werden? Ein ERP-Framework liefert Ihnen an dieser Stelle wichtige Vorteile ─ unabhängig davon, in welcher Branche oder welchen Bereichen Sie und Ihre Mitarbeitenden angesiedelt sind.  

Was genau ist ein ERP-Framework?

Der englische Begriff Framework bezeichnet in diesem Kontext das Programmiergerüst, welches einem ERP-System zugrunde liegt. Eine ERP-Software wird folglich entsprechend dem Framework programmiert und implementiert. Es bietet Anwender*innen die Möglichkeit, Unternehmensprozesse möglichst genau in Ihrem ERP-System abzubilden. Tiefgreifende Veränderungen können durchgeführt werden, bauen aber stets auf das stabile Gerüst des Frameworks auf.  

Welche Vorteile bietet Ihnen ein Framework?

Je nachdem, welche ERP-Lösung Sie wählen, liegt dieser eventuell als Grundgerüst ein bestimmtes Framework zugrunde. Gegenüber einer Individuallösung bringt ein ERP-Framework besondere Vorteile mit sich, welche sich positiv auf Ihren Arbeitsalltag und die allgemeine Effizienz Ihres Unternehmens auswirken. 

1. Die einfache Schnittstellenintegration

Mit fortschreitender Digitalisierung wird auch die Softwarelandschaft immer diverser und Schnittstellen immer häufiger. Damit diese stets nahtlos funktionieren, müssen Sie gepflegt werden. Beispielsweise bedarf es Änderungen aufgrund von Updates im ERP- oder Partnersystem.

“Besonders wertvoll ist deswegen ein Framework, welches eine einfache Anbindung an externe Software erlaubt. Auf Anpassungen kann so flexibel reagiert werden. “

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Händische Schnittstellenimplementierungen sind in APplus nicht notwendig, da die zu übermittelnden Informationen anhand eines Business Integration Frameworks in die gewünschte Datenstruktur umgewandelt werden können. Ein Mapping ist deklarativ möglich, weswegen nicht jedes Mal neue Programmierungen erforderlich sind. Das Mapping spielt also den Vermittler. Sie sparen damit Zeit und finanzielle Aufwände, welche Ihre unternehmensinterne Effizienz schmälern könnten. 

2. Die besondere Sicherheit 

Das ERP-Framework etabliert eine einheitliche Softwarestruktur, die sich positiv auf Ihre Datensicherheit auswirkt. Ein ERP-System wie APplus ist ein Ökosystem mit Partnerlösungen. Es besteht deswegen die Möglichkeit die Anzahl verschiedener Tools & Zugangswege zum System zu begrenzen. 

Die Verknüpfung von Business Integration Framework mit dem ERP-Framework ist für Anwender*innen and dieser Stelle von großem Mehrwert. Denn das ERP-Framework deckt den Aspekt der Programmierung und das Business Integration Framework die Komponente der Schnittstellen ab. 

Genießen Sie die effizienten Vorteile mit einem ERP-Framework.
Genießen Sie die effizienten Vorteile mit einem ERP-Framework.

Mit dem Business Integration Framework können natürlich mehrere Schnittstellen bedient werden. Beispielsweise können Sie mittels „Cloud Connect“ Daten in die Cloud senden und von dort empfangen. Dies ist eine wichtige Komponente, da so viele Schnittstellen zu Lösungsanbietern außerhalb des eigentlichen ERP-Ökosystems zentral koordiniert werden können. Außerdem muss der Cloud Connector nur einmal eingerichtet werden. Sie müssen folglich weniger externe Risiken ausschließen und sparen Kapazitäten. 

3. Die große Individualität

Ein ERP-Framework bietet die Option in Ihrem ERP-System flexible Anpassungen durchzuführen. Ein Eingreifen in die Tiefe der Programmierung Ihrer Software kann nötig sein, bewegt sich jedoch immer im sicheren Rahmen des Frameworks.  

4. Der Raum für Wachstum und Effizienz

Ein ERP-Framework lässt Ihnen Raum für Wachstum und unterstützt Sie dabei, Ihr volles Potenzial zu nutzen. Da Sie mithilfe des Frameworks Individualisierungen effizient umsetzen und einsetzen können, sind Sie optimal auf fließende Veränderungen in Ihrem Unternehmen vorbereitet. Ihrem Wachstum stets damit nichts mehr im Weg.  

Wandel einfach gemacht dank Framework

Ein modulares ERP-System bietet Ihnen dank des entsprechenden Frameworks ein außerordentlich hohes Maß an Flexibilität und Individualität. So eröffnet es Ihnen die besten Voraussetzungen, um Ihre Kundenbeziehungen zu optimieren und das eigene Wachstum ungehindert umzusetzen. 

Sie interessieren sich für das Themengebiet ERP-Einführung? Dann haben Sie vielleicht weitere Fragen. Wir beraten Sie gerne rund um die Themen ERP-Auswahl, -Implementierung und Projektplanung. Gerne stellen wir Ihnen ergänzende Informationen in unserem kostenlosen Whitepaper „ERP-Anbieterauswahl: So holen Sie das Maximum aus Ihren ERP-Workshops“ zur Verfügung. 

Häufige Fragen zum ERP-Framework:

Was unterscheidet ein ERP-Framework von einer modularen ERP-Architektur?

Module bündeln Funktionen, das Framework definiert die technische Basis darunter. Es regelt, wie Erweiterungen entwickelt, Schnittstellen angebunden und Updates verarbeitet werden, ohne dass jedes Modul einzeln angepasst werden muss.

Wie wirkt sich ein ERP-Framework auf die Releasefähigkeit aus?

Anpassungen erfolgen innerhalb definierter Erweiterungspunkte, nicht im Kernsystem. Dadurch bleiben Customizings updatesicher und Releasezyklen lassen sich ohne tiefgreifende Migrationsprojekte fahren.

Welche Rolle spielt ein Business Integration Framework innerhalb des ERP-Frameworks?

Es bildet die Schnittstellenebene und übernimmt das Mapping zwischen ERP und externen Systemen deklarativ statt durch Programmierung. Änderungen an Datenstrukturen oder Endpunkten werden konfiguriert, nicht neu entwickelt, was Aufwand und Fehlerquellen reduziert.

Welche Sicherheitsaspekte verbessert ein Framework gegenüber individuell entwickelten Lösungen?

Eine einheitliche Architektur reduziert die Zahl ungesicherter Zugangswege und macht Berechtigungs- und Update-Konzepte zentral steuerbar. Externe Anbindungen lassen sich bündeln, was die Angriffsfläche verkleinert und Audits vereinfacht.

Wann stößt ein Framework-Ansatz an seine Grenzen?

Bei sehr spezifischen Prozessen, die außerhalb der vorgesehenen Erweiterungslogik liegen, oder bei Anforderungen, die das Datenmodell strukturell verändern. In solchen Fällen müssen Eigenentwicklung, Standardisierung und Releasefähigkeit gegeneinander abgewogen werden.

Wie beeinflusst die Frameworkwahl die langfristigen Betriebskosten?

Standardisierte Erweiterungs- und Integrationsmechanismen senken den Aufwand für Wartung, Schnittstellenpflege und Upgrades deutlich. Bei stark customisierten Systemen ohne Framework steigen diese Kosten über die Laufzeit überproportional an.

Welche Kriterien zeigen, ob ein ERP-Framework zukunftsfähig ist?

Offene Standards bei Schnittstellen, dokumentierte Erweiterungspunkte, Cloud-Anbindung und ein aktives Partnerökosystem. Diese Faktoren entscheiden, ob das System mit veränderten Anforderungen und neuen Technologien mitwachsen kann.

Wie sollte die Frameworkfrage in der ERP-Auswahl behandelt werden?

Sie gehört in die technische Bewertung neben Funktionsumfang und Total Cost of Ownership. Konkret zu prüfen sind Erweiterungsmodell, Integrationsfähigkeit, Updatepfad und die Trennung zwischen Standard und Customizing.