Künstliche Intelligenz (KI) bestimmt die Zukunft. Die Zahl der Anwendungsfälle steigt stetig, in denen entsprechende Systeme zum Einsatz kommen. Auch ERP-Lösungen profitieren erheblich von KI-Funktionen. Trotzdem findet vielerorts noch ERP-Software ohne künstliche Intelligenz Anwendung. Warum Sie auf diese Weise möglicherweise Potentiale verschenken, erfahren Sie im Beitrag!

Wir zeigen Ihnen die wichtigsten KI-Trends in den Bereichen Vertrieb, Warenwirtschaft und Service.

Wie funktioniert künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz basiert auf dem Konzept des maschinellen Lernens. Systeme werden in die Lage versetzt, Muster zu erkennen und zuzuordnen. Entscheidend hierfür sind Algorithmen. Dabei handelt es sich um Logikketten, die Befehle auslösen. „Wenn Szenario A eintritt, führe Befehl B aus“ wäre beispielsweise ein Algorithmus.

Als Beispiel für die Praxis:

  1. Datensatz geht per Mailanhang ein.
  2. Scanne den Anhang auf Schadsoftware.
  3. Identifiziere die Datenstruktur des Anhangs.
  4. Lege den Anhang an der passenden Stelle ab und erstelle einen Register-Eintrag.

Schon das Praxisbeispiel zeigt, dass sich die Logikketten ständig ergänzen lassen. Wie etwa durch diesen Befehl:

  • Benachrichtige bestimmte Nutzer über die neu abgelegten Daten.

Die KI wird durch solche Erweiterungen noch leistungsstärker. Deutlich wird aber auch:

Die Grundlage für intelligente Systeme sind Informationen. Je mehr Daten sie haben, desto leistungsfähiger werden sie.

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Potentiale, die sich Ihnen durch KI in ERP-Systemen bieten

Die Funktionsweise der KI zeigt deutlich, weshalb diese im ERP-Umfeld einen besonderen Mehrwert gibt. Sie überwacht und steuert eine Vielzahl von Daten. Dadurch können zahlreiche Prozesse optimiert werden. Bestehende Systeme in der ERP-Landschaft profitieren deshalb insgesamt. Konkret spürbar wird dies durch die folgenden Stärken, die wir Ihnen nun im Detail vorstellen:

  • Prozessautomatisierung
  • Reduzierung menschlicher Fehlerraten
  • Steigerung der Effizienz
  • Zuverlässige Vorhersagen

Prozessautomatisierung: Entlastung der Belegschaft

Die Bundesregierung hat in ihrer Strategie vorgegeben, dass KI-gestützte Systeme keine Bedrohung für die Angestellten sind, sondern eine Unterstützung. Spürbar wird dies vor allem durch die Prozessautomatisierung. Vieles, was früher manuell erledigt werden musste, gelingt nun automatisiert. Das obige Beispiel der Dokumentenablage verdeutlicht dies. Für Mitarbeiter entfällt nun dieser Schritt. Stattdessen können sie direkt auf die Informationen zugreifen und mit diesen weiterarbeiten.

Reduzierung menschlicher Fehlerraten

Menschliche Fehler sind unvermeidlich. Sie sind deshalb verzeihlich, können aber gerade in einem ERP-System fatale Folgen haben. Schließlich ist hier die Zahl der Anwendungen, die auf Basis der Fehlinformation weiterarbeiten, besonders groß. Menschliche Fehler entstehen klassisch durch drei Gründe:

  • Stress
  • Überarbeitung bzw. Übermüdung
  • Mangelnder Fokus (beispielsweise durch eine langweilige Aufgabe)

Der KI Algorithmus führt die Aufgaben durchgängig mit der gleichen Zuverlässigkeit und Aufmerksamkeit durch, sodass keine Flüchtigkeitsfehler passieren. Zweitens können mithilfe von KI Eingaben auf Plausibilität überprüft werden. Bei einer Falschinformation wird der Nutzer direkt darauf aufmerksam gemacht und kann dies beheben.

Steigerung der Effizienz: Suboptimale Prozesse werden identifiziert

Künstliche Intelligenz kann suboptimale Prozesse identifizieren. Manche Prozesse veralten im Laufe der Zeit. Sie haben ursprünglich gut funktioniert, sind durch interne oder externe Veränderungen aber nicht mehr optimal. In einer komplexen Landschaft fällt dies häufig nicht auf. Eine KI-Anwendung kann dies jedoch analysieren und Alarm schlagen. Dabei zeigt sie nicht nur die Fehlerquelle auf, sondern gibt auch Vorschläge zur Verbesserung.

Zuverlässige Vorhersagen durch KI treffen

Künstliche Intelligenz kann Prognosen erstellen und überwachen, ob die Entwicklung der Erwartung entspricht. Sollte dies nicht der Fall sein, kann sie warnen. Möglich wird so beispielsweise die sogenannte Predictive Analytics. Diese „vorausschauende Analyse“ beruht auf Hinweisen der KI und verhindert, dass es z.B. bei Maschinen überhaupt erst zu Problemen/Fehlern/Störungen kommt. Die Wartung kann dabei zudem so terminiert werden, dass sie nicht den Alltag stört.

Voraussetzungen, um die Vorteile von KI auszuschöpfen

Zwei Dinge sind beim Zusammenspiel von KI und ERP-System zu berücksichtigen. Erstens braucht die künstliche Intelligenz dringend eine ausreichende Datengrundlage. Sie muss viel lernen, um wirklich helfen zu können. Mit zu wenigen Daten können zum Beispiel Vorhersagen in die Irre führen.

Künstliche Intelligenz im ERP-System funktioniert nur im Zusammenspiel mit menschlicher Intelligenz
Für den Erfolg der künstlichen Intelligenz im ERP-System ist das Zusammenspiel mit menschlicher Verifizierung unverzichtbar

Zweitens kann die KI nur umsetzen, was ihr beigebracht wurde. Sie kann nicht intuitiv lernen. Gerade bei bislang unbekannten Problemen sind die menschliche Verifizierung und Kontextualisierung unersetzbar.

Fazit: KI ist – richtig umgesetzt – unverzichtbar für das eigene ERP-System

Künstliche Intelligenz ist unverzichtbar für ein modernes ERP-System. Zu vielseitig sind die Stärken, die sie einbringt. Allerdings muss sie richtig umgesetzt werden. KI kann die Mitarbeiter nicht ersetzen. Vielmehr ist ein Zusammenspiel aus künstlicher und menschlicher Intelligenz notwendig.

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