Auf einen Blick

In der diskreten Fertigung entscheidet ERP über Effizienz, Termintreue und Wettbewerbsfähigkeit. Mit Funktionen wie Variantenmanagement, integrierter Auftragsabwicklung und Echtzeit-Feinplanung lassen sich komplexe Produkte fehlerfrei steuern und flexibel an Kundenwünsche anpassen. So reduzieren Sie Kosten, sichern Qualität und verschaffen sich Vorsprung im Markt.

Die diskrete Fertigung steht heute unter einem enormen Konkurrenz- und Innovationsdruck. Start-ups drängen in den Markt und stellen die Spielregeln auf den Kopf. Kunden erwarten individualisierte Produkte zu günstigen Preisen. Und Anbieter aus Niedriglohnländern sorgen für einen stetigen Preiskampf. Damit Sie Ihre Position nicht an die Konkurrenz verlieren, müssen Sie Ihre Produktion auf Zack bringen – und zwar mit modernen Technologien. 

Herzstück der Digitalisierung ist das ERP-System, das im Idealfall für ein Höchstmaß an Produktivität sorgt. Doch was genau muss eine ERP-Software in der diskreten Fertigung mitbringen, damit alle Prozesse reibungslos und hocheffizient ablaufen? Wir verraten Ihnen Lösungsansätze, mit denen Sie den Wettbewerb hinter sich lassen.   

James nimmt Ihnen die Rechenarbeit ab: Er ermittelt auf Basis Ihrer Angaben, welche Ressourcen Ihr ERP-Projekt wirklich braucht.

Was bedeutet eigentlich diskrete Fertigung?

Die diskrete Fertigung ist eine Produktionsumgebung, in der Produkte als abzählbare Einheiten (Stück) hergestellt werden. Aus Rohstoffen und Materialien, aber auch aus zugelieferten Komponenten entstehen neue Erzeugnisse. Typische diskrete Fertiger sind z. B. Industrieunternehmen aus den Branchen Maschinen- und Anlagenbau und Automotive.

Das Gegenteil von der diskreten Fertigung ist die prozessorientierte Fertigung. Hier geht es unter anderem um die Produktion oder Verarbeitung von Flüssigkeiten, Gasen, Gemischen oder Granulaten – beispielsweise in der Pharma-Industrie und in Erdölraffinerien. Prozessorientierte Produkte sind nicht direkt abzählbar und basieren auf Rezepturen.

Die diskrete Fertigung unterteilt sich in folgende Unterkategorien:

Einzelfertigung

In der Einzelfertigung ist jedes Produkt ein Unikat, das individuell konstruiert und fabriziert wird. Die Herstellung erstreckt sich oft über einen sehr langen Zeitraum und erfordert einen entsprechend zeitintensiven Planungshorizont. Beispielprodukte sind komplexe Erzeugnisse wie Schiffe, individuelle Maschinen oder andere Anlagen. 

Serienfertigung

In der Serienfertigung stellen Unternehmen eine große Anzahl identischer Produkte her. Die Hersteller sind dabei Teil einer größeren Lieferkette und müssen ihre eigenen Prozesse mit den anderen Unternehmen in der Supply Chain genau abstimmen. Beispielprodukte sind Konsumgüter wie Regenschirme und Bohrmaschinen, aber auch Autos und Standardmaschinen. 

Variantenfertigung

In der Variantenfertigung entstehen Produkte mit dem Ziel der Standardisierung und Modularisierung. Die daraus entstehende Teilindividualisierung ist für Kunden zwar attraktiv, jedoch entsteht für die Hersteller mit jeder Variante mehr Planungsaufwand. Sie müssen mehr Materialien koordinieren, kleinere Stückzahlen berücksichtigen und die Nachfrage für verschiedene Varianten gut einschätzen können. Beispielprodukte sind Küchen, Einrichtungsgegenstände und Ventile.

Das ERP-System als Erfolgsfaktor der diskreten Fertigung

Wie Sie oben erfahren haben, sind die Prozesse in der diskreten Fertigung alles andere als trivial. Damit die Produktion dennoch rund läuft, sind Sie nicht nur auf eine enge Vernetzung mit anderen Unternehmensbereichen angewiesen. Sie benötigen auch ein hohes Maß an Transparenz sowie detaillierte Fertigungspläne und Stücklisten.

Zu stemmen sind diese Anforderungen am besten mit einem ERP-System. Als unternehmensweite Datendrehscheibe unterstützt es die diskrete Fertigung dabei, komplexe Produktionsprozesse ganzheitlich abzubilden und zu steuern.

Im Idealfall bringt Ihnen eine ERP-Lösung folgende Vorteile:

  • Zentrale Verwaltung aller Produktionsdaten wie Aufträge, Materialien und Stücklisten
  • Liefertreue durch die termingerechte Planung und Steuerung von Aufträgen
  • Hohe Transparenz über Materialbestände und Ressourcen dank Echtzeitdaten
  • Kostensenkung durch optimierte Prozesse und automatisierte Routinetätigkeiten
  • Skalierung ohne proportionalen Personalzuwachs
  • Unterstützung komplexer Produktvarianten durch Stücklisten- und Arbeitsplanlogik
  • Schnelle Reaktionsfähigkeit auf Marktveränderungen durch Simulationen
  • Nahtlose Integration von Subsystemen
  • Rückverfolgbarkeit von Chargen, Bauteilen und Prozessen
  • Einhaltung gesetzlicher Vorschriften durch integriertes Qualitätsmanagement

Von diesen Vorteilen profitieren Sie allerdings nur dann, wenn das ERP-System richtig aufgesetzt ist. Und das ist in der diskreten Fertigung gar nicht so einfach, wie man denken mag. Denn zu berücksichtigen sind sowohl die Fertigungsprozesse an sich als auch alle vor- und nachgelagerten Prozessschritte – von der Produktentstehung in der Konstruktion bis hin zur späteren Kostenrechnung in der Buchhaltung. 

Das heißt: Die eingesetzte Software muss zu den individuellen Anforderungen des Unternehmens, seiner Branche und seinen Fertigungsverfahren passen. Bei der Auswahl der ERP-Lösung und der Bestimmung der Funktionen gibt es also einiges zu beachten. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, mit welchen Lösungsansätzen Sie das Beste aus dem System herausholen.

Ein ERP-System ist für die diskrete Fertigung weit mehr als nur ein Verwaltungstool. Vielmehr ist es die alles entscheidende Schlüsselkomponente für Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.

Petra Schwinkendorff, Asseco Solutions

Lösungsansätze: So läuft die diskrete Fertigung wie am Schnürchen

1. Variantengerechte Stücklisten und Arbeitspläne

Wie bereits erwähnt, bieten viele Hersteller in der diskreten Fertigung kundenindividuelle Produkte an, die eine enorme Variantenvielfalt mit sich bringen. Jedes Erzeugnis kann in puncto Größe, Ausstattung, Material und vieler weiterer Details einzigartig sein. Die Folge sind hochkomplexe Stücklisten, die oftmals stark verzweigt sind. 

Konfigurationen im ERP-System müssen demnach flexibel und zugleich fehlerfrei gestaltet sein. Schon ein einziges falsches Bauteil kann gravierende Folgen haben, beispielsweise Verzögerungen in der Produktion oder teure Nachbesserungen. Die ERP-Lösung muss also zwingend in der Lage sein, komplexe Konfigurationsregeln abzubilden und Varianten logisch zu verwalten.

Unsere Empfehlung:

Setzen Sie Konfiguratoren im ERP ein.

Mit einem internen Konfigurator im ERP-System lassen sich kundenspezifische Produkte dynamisch und regelbasiert zusammenstellen. Sobald der Vertrieb alle relevanten Merkmale erfasst hat, überprüft das Tool sie automatisch auf Abhängigkeiten und Beschränkungen. Zudem greift es auf Daten aus dem ERP-System zu und generiert daraus schnell und zuverlässig die erforderlichen Stücklisten und Arbeitspläne.

2. Integrierte Projekt- & Auftragsabwicklung

Der hohe Individualisierungsgrad in der Auftragsfertigung erfordert eine flexible Auftragsabwicklung und eine enge Integration von Vertrieb, Konstruktion und Produktion. Zum einen ist es notwendig, sämtliche Prozesse stets an den jeweiligen Kundenauftrag anzupassen. Zum anderen müssen Unternehmen in der Lage sein, sich während der Produktion innerhalb kürzester Zeit auf neue Anforderungen einzustellen.

Denn: Die Fertigung beginnt oftmals erst nach der Kundenbestellung. Das bedeutet, dass in der Angebotsphase wenig Zeit bleibt, um alle Auftragsdetails ganz genau zu planen und intern abzustimmen. Änderungen sind später also jederzeit möglich.

Unsere Empfehlung:

Integrieren Sie PLM- und CAD-Systeme ins ERP. 

Angesichts der geschilderten Komplexität setzen Produktionsunternehmen gewöhnlich auf eine durchgängig in die ERP-Lösung integrierte Projekt- und Auftragsabwicklung. Realisieren lässt sich das durch die Nutzung von systeminternen PLM- und CAD-Anwendungen (Product Lifecycle Management und Computer-Aided Design Systeme). Diese Softwarelösungen gewährleisten die effiziente Verwaltung und Nutzung von Produktdaten über verschiedene Abteilungen hinweg. 

Indem Vertriebsprojekte und Fertigungsaufträge eng miteinander verknüpft sind, lassen sich alle projektbezogenen Aktivitäten zentral steuern und über den gesamten Auftragsverlauf hinweg überwachen. Von der ersten Kundenanfrage bis zur Auslieferung.

3.  Feinplanung und Plantafel-Integration

Kunden von heute erwarten nicht nur individualisierte Produkte. Sie möchten sie auch möglichst schnell, zumindest aber termingerecht erhalten. Dass durch die wachsende Variantenvielfalt die Komplexität der Auftragsabwicklung steigt, muss sieschließlich nicht kümmern – Sie hingegen schon. 

Gerade bei auftragsbezogenen Fertigungsprozessen kann das zur Herausforderung werden, da viele Planungsgrößen erst kurzfristig bekannt sind und sich laufend ändern können. Die zentrale Schwierigkeit liegt darin, Durchlaufzeiten trotz möglicher Störungen kurz zu halten. Gefragt sind also Tools, die eine präzise und zugleich reaktive Planung und Steuerung erlauben.

Unsere Empfehlung:

Erweitern Sie das ERP-System mit APS-Systemen.

APS-Systeme (Advanced Planning and Scheduling) im ERP analysieren Daten aus verschiedenen Quellen in Echtzeit. Dadurch ermöglichen sie eine feingranulare Planung auf Ebene einzelner Maschinen und Arbeitsplätze. 

Produktionsplaner können Kapazitäten und Termine ganz einfach mithilfe von Gantt-Diagrammen und Plantafeln visualisieren und so blitzschnell auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren. Damit schafft APS die Grundlage für eine proaktive Fertigungssteuerung, die Ihre Durchlaufzeiten verkürzt. Die Einhaltung von Lieferterminen wird für Sie somit zum Kinderspiel.

4. Automatisierte Datenpflege und Stammdatenmanagement

Grundvoraussetzung für eine erfolgversprechende ERP-gestützte Fertigung sind hochwertige Daten, die allzeit korrekt und aktuell sind. Von ihnen ist die Stabilität aller nachgelagerten Prozesse abhängig. Schon kleine Inkonsistenzen können zu Prozessstörungen – etwa falschen Bestellungen oder fehlerhaften Produktionsaufträgen – führen. 

In der diskreten Fertigung ist es jedoch nicht ganz einfach, eine konsistente Datenbasis im ERP aufrechtzuerhalten. Denn die Daten stammen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Systeme, darunter CAD, PLM und MES (Manufacturing Execution System). Zudem ist die Stammdatenpflege generell sehr aufwändig und fehleranfällig.

Unsere Empfehlung:

Nutzen Sie Workflows und MDM-Systeme.

Idealerweise setzen Sie bei der Stammdatenpflege auf automatisierte Prozesse. Freigabe-Workflows stellen beispielsweise sicher, dass neue oder geänderte Stammdaten erst nach Prüfung und Freigabe in das ERP-System übernommen werden. So lassen sich Fehlerquellen deutlich minimieren

Ergänzend kommt ein MDM-System (Master Data Management) zum Einsatz, das als zentrale Plattform zur Konsolidierung und Harmonisierung der Stammdaten dient. Durch die automatische Synchronisierung in allen relevanten Systemen ist stets sichergestellt, dass sämtliche Beteiligte mit derselben Datenbasis arbeiten.

5. Durchgängige Integration von Subsystemen

In der diskreten Fertigung reicht ein ERP-System allein oft nicht aus, um alle relevanten Prozesse vollständig abzubilden. Ergänzende Softwarelösungen wie PLM, MES und SCM (Supply Chain Management Software) sind notwendig, um spezielle Anforderungen in Produktion, Logistik, Kundenmanagement und Produktentwicklung abzudecken. 

Damit keine Datensilos entstehen und ein automatisierter Datenaustausch möglich ist, müssen Sie diese vielfältigen Subsysteme nahtlos in die ERP-Lösung integrieren. Ein manueller Datentransfer kommt selbstverständlich nicht in Frage: Das wäre viel zu zeitintensiv und fehleranfällig – ein No-Go in dynamischen Fertigungsumgebungen.

Unsere Empfehlung:

Setzen Sie Middleware oder passende APIs ein.

Alle relevanten Anwendungen können Sie über Middleware oder Programmierschnittstellen – sogenannte APIs – mit dem ERP-System verbinden. Dadurch erreichen Sie einen automatisierten, bidirektionalen Austausch von Daten zwischen ERP-Lösung und Subsystemen. Manuelle Eingriffe sind nicht nötig. 

Wenn Sie z. B. ein MES-System anbinden, werden Echtzeitdaten aus der Fertigung unmittelbar ins ERP übertragen. Planer*innen und Entscheider*innen können jederzeit auf die Informationen zugreifen und Prozesse aktiv steuern. SCM-Lösungen wiederum sorgen für einen durchgängigen Informationsfluss entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

6. Anwenderfreundliche Benutzeroberflächen und Mobile Design

ERP-Systeme sind funktional sehr leistungsfähig, allerdings zumeist auch komplex in der Bedienung. Überladene Benutzeroberflächen mit vielen verschiedenen Masken und Eingabefeldern machen Mitarbeitenden das Leben schwer. 

Insbesondere in Abteilungen außerhalb des Büros (Produktion, Lager, Vertrieb), wo die Nutzung meist über kleine Displays mobiler Endgeräte erfolgt, lässt die Benutzerfreundlichkeit häufig zu wünschen übrig. Die Folge: ineffiziente Prozesse durch Fehlbedienung und eine geringe Nutzerakzeptanz im operativen Bereich.

Unsere Empfehlung:

Achten Sie auf eine gute Usability.

Ein modernes ERP-System sollte heutzutage anwenderfreundliche Benutzeroberflächen bieten, die gezielt auf die Anforderungen unterschiedlicher Tätigkeiten zugeschnitten sind. An die Stelle universeller Standardmasken tritt eine vereinfachte, intuitive Darstellung. Diese zeigt nur jene Felder und Funktionen an, die für die jeweilige Tätigkeit relevant sind. Für ein optimales Nutzererlebnis auf mobilen Endgeräten ist zudem ein ausgeklügeltes Mobile User Experience Design unverzichtbar. 

FunktionNutzen
Variantengerechte Stücklisten und ArbeitspläneFehlerfreie Abbildung komplexer Varianten und schnelle Umsetzung von Kundenaufträgen.
Integrierte Projekt- & AuftragsabwicklungFlexible Anpassung an Änderungen und durchgängige Steuerung von Projekten.
Feinplanung und Plantafel-IntegrationEchtzeit-Transparenz für Kapazitäten und Termine, sichere Einhaltung von Lieferfristen.
Automatisierte Datenpflege und StammdatenmanagementKonsistente Stammdaten, weniger Fehler und stabile Prozesse.
Durchgängige Integration von SubsystemenVermeidung von Datensilos, reibungsloser Informationsfluss über alle Systeme.
Anwenderfreundliche Benutzeroberflächen und Mobile DesignEinfache Bedienung, höhere Akzeptanz und weniger Fehlbedienungen.

Ein paar strategische Tipps zum Schluss

  • Gestalten Sie Ihre Prozesse und Module so standardisiert wie möglich und so individuell wie nötig.
  • Nehmen Sie die Digitalisierung schrittweise in Angriff. Konzentrieren Sie sich zuerst auf die Kernprozesse und ziehen Sie erst dann Erweiterungen in Betracht.
  • Etablieren Sie ein professionelles Change Management, bei dem Sie Mitarbeitende frühzeitig einbinden und schulen.
  • Wägen Sie die Vor- und Nachteile von Cloud- und On-Premise-Lösungen ab. Behalten Sie dabei Skalierbarkeit, Sicherheit und Betriebskosten im Blick.

Fazit: Das ERP-System als digitales Rückgrat

Vor allem bei der Herstellung komplexer, variantenreicher Produkte spielt eine integrierte ERP-Lösung ihre Stärken voll aus. Kundenindividuellen Konfigurationen begegnet es mit automatisierten Abläufen, die für flexible Prozesse, einheitliche Fertigungsdaten und pünktliche Liefertermine sorgen.

Somit ist ein ERP-System für die diskrete Fertigung weit mehr als nur ein Verwaltungstool. Vielmehr ist es die alles entscheidende Schlüsselkomponente, die Ihrem Unternehmen die dringend notwendige Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit bringt. Immer vorausgesetzt, dass die Software auf die Anforderungen Ihres Unternehmens passgenau zugeschnitten ist.

James nimmt Ihnen die Rechenarbeit ab: Er ermittelt auf Basis Ihrer Angaben, welche Ressourcen Ihr ERP-Projekt wirklich braucht.

FAQ zu ERP in der diskreten Fertigung:

Warum ist ein ERP-System in der diskreten Fertigung unverzichtbar?

Ein ERP für die diskrete Fertigung bündelt alle relevanten Daten wie Aufträge, Materialien und Stücklisten. Dadurch entsteht ein zentrales Steuerungssystem, mit dem selbst komplexe Produktionsprozesse transparent und beherrschbar werden.

Welche Vorteile bringt ein ERP-System in der Produktion?

Ein ERP-System verschafft Unternehmen einen klaren Überblick über Aufträge, Materialien und Ressourcen. Dadurch lassen sich Prozesse besser steuern und Engpässe rechtzeitig erkennen. Automatisierungen reduzieren manuelle Tätigkeiten und senken Kosten. Gleichzeitig steigt die Transparenz, was schnelle Entscheidungen ermöglicht und die Produktion flexibler macht.

Wie unterstützt eine ERP-Software bei kundenspezifischen Produkten?

Variantenvielfalt ist eine der größten Herausforderungen in der diskreten Fertigung. Ein modernes ERP-System erstellt automatisch die passenden Stücklisten und Arbeitspläne, prüft Abhängigkeiten und verhindert Fehler bei der Konfiguration. Dadurch lassen sich individuelle Kundenaufträge präzise abbilden und ohne Verzögerung in die Fertigung überführen. Unternehmen gewinnen Planungssicherheit, während die Kundschaft von kürzeren Lieferzeiten und höherer Qualität profitiert.

Welche Rolle spielt die Anbindung weiterer Systeme?

In der modernen Produktion arbeiten viele Speziallösungen zusammen. Erst wenn PLM, CAD oder MES ins ERP integriert sind, entsteht ein durchgängiger Informationsfluss. Das verhindert Brüche und beschleunigt Entscheidungen.

Wie verbessert ein ERP-System die Produktionsplanung?

In der Fertigung ändern sich Anforderungen und Kapazitäten oft kurzfristig. Ein ERP-System mit integrierter Feinplanung greift Echtzeitdaten auf und macht dadurch Engpässe sofort sichtbar. Mit APS-Tools lassen sich Maschinen, Arbeitsplätze und Termine flexibel neu koordinieren. So bleibt die Planung realistisch und Lieferzusagen können zuverlässig eingehalten werden.

Welche Bedeutung hat die Datenqualität in einem Fertigungssystem?

Unstimmige Stammdaten wirken sich sofort auf Bestellungen, Lagerbestände oder Produktionsaufträge aus. Ein kleiner Fehler kann ganze Abläufe ins Stocken bringen. Mit Workflows und MDM-Systemen wird sichergestellt, dass Daten geprüft, konsistent und aktuell bleiben. So können alle Abteilungen auf derselben verlässlichen Grundlage arbeiten.

Warum ist die Benutzerfreundlichkeit einer ERP-Lösung entscheidend?

Komplizierte Masken und überladene Eingabefelder führen schnell zu Frust und Fehlern. Gerade in Produktion, Lager oder Vertrieb bleibt oft keine Zeit, sich lange in ein System einzuarbeiten. Eine moderne ERP-Lösung bietet deshalb intuitive Oberflächen, die genau auf die jeweilige Aufgabe zugeschnitten sind. Mobile Endgeräte werden optimal unterstützt, sodass auch unterwegs oder direkt in der Fertigungshalle effizient gearbeitet werden kann.